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Ergotherapie

Das Wiederherstellen von Kompetenzen und lebensrelevanten Fähigkeiten ist ein anerkanntes Heilmittel.

 

Es umfasst die Behandlungen der in unterschiedlichen, durchaus miteinander verknüpften Bereichen. Dazu zählen: Fachbereich für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Patienten aller Altersgruppen mit psychischen Einschränkungen, Behandlungen von Erkrankungen, bedingt durch den Altersprozess, Funktionsverbesserungen nach traumatischen Verletzungen und / oder chronischer rheumatischer Erkrankungen sowie Störungen des zentralen Nervensystems.

 

Die Ergotherapie ist eine therapeutische Intervention, die Menschen jeden Alters, die sowohl physische (körperliche), psychische (geistige) als auch soziale Einschränkungen / Behinderungen aufweisen oder davon bedroht sind. Ziel der verordnungspflichtigen Behandlungen ist es, durch Gespräch mit ausführlicher Befunderhebung, gemeinsames Festlegen der Therapiebereiche, Therapieziele und deren Umsetzung durchzuführen, begleiten und unterstützen auf sie einzugehen und das Erlernen und Wiedererlernen von lebensrelevanten Fähigkeiten zu fördern sowie die Handlungsfähigkeit im Alltag zu ermöglichen.

 

In unserer Praxis wird unter anderem auch nach dem Bobath Konzept ist ein bewährtes, weltweit verbreitetes bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen basierend auf neurophysiologischen und entwicklungsneurologischen Grundlagen und orientiert sich an den Ressourcen und der Zielsetzung des Patienten.

 

Im Bereich der Kinderheilkunde werden unsere Kleinen nach dem Marburger Konzentrationstraining gearbeitet. Dies ist ein auf Selbstinstruktion basierendes, kognitiv-verhaltenstherapeutisches Training für Vorschul- und Schulkinder im Alter von fünf bis etwa zwölf Jahren. Die Fachtherapeutin für Fein- und Grafomotorik nach Pauli und Kisch untersucht schreibmotorische Ursachen von Schreibstörungen und wendet individuelle Lösungen an, um ein dynamisches, ergonomisches, entspanntes und leserliches Schreiben zu ermöglichen. Es werden individuelle Veränderungen/ Erleichterungen beim Schreiben erarbeitet z.B.: Ausprobieren verschiedener Stifte, Veränderung / Vereinfachung komplizierter Buchstabenformen und –verbindungen, Herausfinden der optimalen Schriftgröße und Linierungen sowie häusliche Übungen und Umsetzungsmöglichkeiten in der Schule werden abgeklärt.

 

Dyskalkulie / Rechenschwäche und Legasthenie / Lese- Rechtschreib- Störung ist keine Krankheit sondern eine sogenannte Teilleistungsschwäche. Das heißt es sind komplexe Defizite, die aber aus dem übrigen schulischen Leistungsstand herausfallen. Die Betroffenen sind durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligent. Die Schwäche kann vererbt werden. Unter Dyskalkulie versteht man ein unzureichendes oder auch grundlegend falsches Verständnis von Mengen, Größen, Zahlen sowie mathematischen Operationen. Bei der Legasthenie haben die Kinder Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens. Die Ursache sind dabei unzureichend ausgebildete Wahrnehmungsleistungen. Dadurch fällt es Ihnen sehr schwer sich im Umgang mit Buchstaben- und Zahlensymbolen zu konzentrieren.

 

Bei längerem Bestehen können sich als Reaktion auf die ständige schulische Überforderung Sekundärproblematiken entwickeln (z.B. Hyperaktivität, Zurückziehen, Aggressivität, Ängste, Selbstwertprobleme, Misserfolgserwartung). Hier ist eine Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen (z.B. Ärzte, Psychologen, Ergotherapeuten) angezeigt.

 

Zu jeder ergotherapeutischen Behandlung gehört die Befunderhebung, die Behandlung, die Anleitung und Beratung der Eltern bzw. der Angehörigen.

 

 


 

Die ergotherapeutische Behandlung kommt zum Einsatz bei:

 

  • Körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsrückstände im Kinder- und Jugendalter
  • Störung von Grob-, Fein- und Graphomotorik (Stifthaltung, Kraftdossierung)
  • Wahrnehmungsstörungen im (auditiv, visuell, taktil, propriozeptiv)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Störungen im Sozialverhalten und der Interaktionsfähigkeit
  • Störungen im Bereich der Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer
  • Teilleistungsstörungen ( LRS, Dyskalkulie)
  • Einschränkungen im Bereich der kognitiven Leistungen
  • Störung von Grob-, Fein- und Graphomotorik (Stifthaltung, Kraftdossierung) sowie der Händigkeit
  • bei Zuständen nach Schlaganfall, Schädel- Hirn- Traumen, Multiple Sklerose, Prakinson, Tumorerkrankungen, Muskelatrophie/-dystrophie, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), Nervenlesionen, Polyneuropathien, Rückenmarkserkrankungen/-Verletzungen und Querschnittslähmungen
  • nach Verletzungen von Gelenken, Kapseln, Knochen, Muskeln, Sehnen und der Nerven, Amputationen oder Verbrennungen, Karpaltunnelsyndrom, Morbus Sudeck, Dupuytren- Kontraktur, bei Abnutzungserscheinungen und Erkrankungen der Wirbelsäule und anderer Gelenke
  • bei Demenz, Depressionen, gerontropsychiatrischen Erkrankungen
  • bei psychosomatischen Störungen, Depressionen, Shizophrenie, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Suchterkrankungen sowie alterbedingtem Funktionsabbau